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Presse

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Wolfachs TG feiert Geburtstag

Wiedersehen für Ehemalige im Januar/ Wolfgang Schmid kennt die Schule als Schüler und Lehrer

Das Handwerkszeug von Wolfgang Schmid von 1974 unterscheidet Sich deutlich von der heutigen Ausstattung des Technischen Gymnasiums. Doch der Quereinsteiger brennt für „seine" Schule: „Das TG hat sich ganz klar bewährt." (Foto: Tobias Lupfer)

„Vergangenheit — Gegenwart — Zukunft" lautet das Motto der Beruflichen Schulen Wolfach zum Start ins neue Jahr: Am 10. Januar wird die Oberstufe gefeiert. Einer der ersten Schüler des Technischen Gymnasiums war vor 45 Jahren Wolfgang Schmid — heute selbst verdienter Lehrer.

VON TOBIAS LUPFER

Wolfach. Wolfgang Schmid kennt das Technische Gymnasium (TG) buchstäblich von Beginn an: 1974 war er als Schüler im ersten Kinzigtäler Jahrgang, Jahre später kehrte er als Lehrer zurück. Gemeinsam mit dem Kollegium laden er und die Beruflichen Schulen für Freitag, 10. Januar, zur Feier der Oberstufe: 40 Jahre TG und 35 Jahre Berufskolleg FH in Wolfach sollen mit aktuellen, ehemaligen und künftigen Schülern gefeiert werden.

Die Anfänge des heutigen TG liegen in Hausach: 1974 wurde dort die erste Klasse unterrichtet. Mittendrin: Wolfgang Schmid. „Ich war auf dem jetzigen Robert-Gerwig-Gymnasium. Und ich war durch die Bank mit den Lehrern unzufrieden damals." Da kam das neue berufliche Gymnasium in direkter Nachbarschaft gerade recht — auch wenn die Anfänge wenig luxuriös waren: Teilweise lief der Unterricht mit den Klassen des Wirtschaftsgymnasiums, für einige Fächer mussten die Schüler bereits nach Wolfach. „Da musste man dann schauen, wie man nach Wolfach kommt. Da war viel Selbstorganisation gefragt."

In Wolfach wurde damals noch eifrig gebaut: 1979 begann die Geschichte des TG an seinem heutigen Standort am Straßburgerhof. „Hier war alles cool: die große Aula, die Fachräume, das Sprachlabor. Wir waren stinkeneidisch", erinnert sich Lehrerin Hannelore Zimmermann - damals Schülerin der Kaufmännischen Schulen in Hausach.

Investiert und gebaut wird auch heute wieder an den Beruflichen Schulen. „Im Bereich Steuerungstechnik sind wir zum Beispiel sehr gut ausgestattet", betont Schmid. Die Grundlagen der Elektro- und Metalltechnik seien noch immer die gleichen. „Aber was da an Technologie-Wandel alles gegangen ist, das ist der Wahnsinn." Das geht schon bei Kleinigkeiten los: „Wir hatten im TG 13 die ersten Taschenrechner im zweiten Halbjahr." Vorher habe man sich mit mathematischen Tafeln beholfen. Und noch einen Unterschied macht Schmid aus: „Heute haben die Jugendlichen, die aufs TG kommen, schon etwas mehr Technik-Vorbildung. Das war damals praktisch Null."

24 Jahre nach seinem Abitur kehrte Schmid zurück in die Beruflichen Schulen: Am 8. September 2001 wurde der Ingenieur nach der Telekommunikations-Reform zum Lehrer-Quereinsteiger. „Ich habe mich sofort wohlgefühlt und gesagt: Das mache ich", erinnert er sich. „Man braucht auch Herzblut und Verständnis für die Schüler", sagt der 61-Jährige, der im Kollegium wie bei den Schülern beliebt ist. Ganz klar habe sich das TG bewährt: „Es wäre sehr schade, wenn das TG sterben würde. Das ist vor zwei Jahren mal ganz Spitz auf Knopf gestanden." Grund dafür sieht Schmid ein Stück weit im Profil: „Der Begriff Mechatronik klingt für manche abschreckend." Dabei seien Metall- und Elektrotechnik auch in anderen TG-Profilen Pflicht. Und nach den drei Jahren stünden den Absolventen mit der allgemeinen Hochschulreife alle Wege offen: „Ich bin nicht in Technik gezwängt."

STICHWORT  Ehemalige

Die komplette Oberstufe-TG, BKFH und SG — wird am Freitag, 10. Januar, gefeiert und vorgestellt. Los geht es um 16 Uhr. Neben einer Podiumsdiskussion mit ehemaligen Oberstufenschülern, die über ihre Berufswege berichten, soll der Tag bei Livemusik auch als Treffpunkt für alle ehemaligen Schüler und Lehrer dienen.

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