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Wiederholung mit Zusatzprofil als Chance? Berufliche Schulen Wolfach bereiten sich auf erhöhten Beratungsbedarf der Schüler durch die „Zwangspause“ vor.

Nebengebäude mit Physik- und PC-Räumen

„Soll die Klasse wiederholt werden oder steht vielleicht sogar ein Neustart durch Schulwechsel an?“ „Welche Alternativen habe ich, wenn der gewünschte Ausbildungsplatz auf einmal nicht mehr zur Verfügung steht?“ „Kann ich mich durch ein Wiederholungsjahr vielleicht sogar besser qualifizieren?“ Solche und ähnliche Fragen beschäftigen im Moment viele Schüler und deren Eltern massiv.

Nach fast drei Wochen Onlineunterricht vor den Osterferien wird der Schulbetrieb jetzt langsam wieder hochgefahren werden und auch die Prüfungstermine mit Nachterminen stehen fest.

Trotz gut funktionierenden digitalen Konzepten für die Unterrichtsüberbrückung sind viele Schülerinnen und Schüler durch die lange Phase des „Auf-sich-allein-gestellt-seins“ begreiflicherweise verunsichert. Nicht nur die Abschlussjahrgänge, sondern auch die Schüler, die es mitten in ihrem Bildungsweg trifft, sind stark verunsichert. „Sobald der Unterricht wieder beginnt, wird es da erhöhten Beratungsbedarf geben“, meint Schulleiter Heinz Ulbrich von den Beruflichen Schulen Wolfach. Für kompetente Begleitung nach der Krise sind in erster Linie die Abteilungsleiter zuständig. Sie beraten nicht nur die eigenen Schüler, sondern auch eventuelle Schulwechsler, die eine krisenbedingte Wiederholung mit einem kompletten Neustart an einer anderen Schule verbinden wollen. In den Mittelstufenklassen ist dies an den Beruflichen Schulen Wolfach nach der Klasse 8 oder 9 möglich. Mit den Profilen Elektrotechnik, Metalltechnik, Hauswirtschaft und Ernährung, sowie Gesundheit und Pflege bekommt man neben einer soliden beruflichen Grundbildung auch die Mittlere Reife. Wer bereits einen Mittleren Bildungsabschluss mitbringt kann am Beruflichen Gymnasium zwischen den Profilen Sozialwissenschaft und Technik wählen. Gerade für Lernende, die aufgrund der aktuellen Lage eine Klasse wiederholen müssen bietet es sich an, durch eine praxisbezogenere Ausbildung einen Grundstock für die spätere Berufswahl zu legen. So liegt in der Wiederholung auch eine Chance für eine bessere Orientierung.

Über diese Beratung für Schulwechsler hinaus können die Beruflichen Schulen Wolfach den vielfältigen Verunsicherungen ein breites Beratungs- und Hilfskonzept entgegensetzen.

Mit Michaela Baumann und Melanie Wick verfügt die Schule über zwei Schulsozialarbeiterinnen, die einen breiten Aufgabenbereich abdecken. Schwerpunkte sind unter anderem Einzelfallberatung und Präventionsarbeit. Daneben arbeiten sie mit Klassen und Kleingruppen und unterstützen speziell beim Übergang von der Schule in den Beruf. Gerade in diesem Feld wird es künftig, aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Lage, erhöhten Beratungsbedarf geben.

Zusätzlich steht den Schülerinnen und Schülern die Beratungslehrerin Dr. Hannelore Zimmermann zur Seite. Ihre Beratungsschwerpunkte sind Schullaufbahnberatung und Hilfe bei Lernschwierigkeiten und Arbeitsorganisation. „Momentan erreichen mich auch online Anfragen, wie es nach der Krise schulisch weitergehen könnte. Es ist dann wichtig zu vermitteln, dass es meist mehrere Alternativen und Chancen gibt und immer noch eine Wahlmöglichkeit besteht“, ist ihr Standpunkt.

Schließlich bietet die Schule, vor allem in den Eingangsklassen, auch eigene Hilfskonzepte in Form von Stützunterricht an. Seit diesem Schuljahr entwickelt sich zusätzlich ein Netzwerk, in dem leistungsstarke Schüler bei vorübergehenden Problemen als Nachhilfelehrer arbeiten. Das hat dann den Vorteil, dass mit den jeweiligen Fachlehrern vor Ort abgesprochen werden kann, wie die Schülerinnen und Schüler am besten gefördert werden können, damit möglichst schnell sichtbare Erfolge zu verzeichnen sind.

Mit all diesen Unterstützungsmöglichkeiten finden auch Schulwechsler von anderen Schularten schnell den Anschluss. „Wir fühlen uns an den Beruflichen Schulen Wolfach gut gerüstet, um im kommenden Schuljahr die derzeitigen und neuen Schüler optimal zu fördern, damit etwaige Nachteile durch die erzwungene >Auszeit< schnell und effektiv überwunden werden können“, fasst Schulleiter Heinz Ulbrich die derzeitige Lage an den Beruflichen Schulen Wofach zusammen.

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