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Presse

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Schülerstimmen zum Thema Homelearning

Trotz guter Vorbereitung kam auch die hervorragend organisierte modernste Technik an den Beruflichen Schulen Wolfach kurzfristig an ihre Grenzen, als kurz nach der Schulschließung zahlreiche Schüler und Lehrer gleichzeitig auf die vorhandenen Medien zugreifen wollten. Im EDV-Team wurde aber hinter den Kulissen fieberhaft gearbeitet, so dass schon nach einer Übergangsphase von ca. 2 Tagen alle Portale reibungslos funktionierten. Zudem gab es Aufregungen um die Verlegung der Prüfungstermine. Besonders stark betroffen sind die Abiturienten, da ihre Prüfung ursprünglich schon vor den Osterferien beginnen sollte. Auch die beiden Berufskollegs, die in einem Jahr zur Fachhochschulreife führen, sind von den Änderungen stark betroffen. Sie haben für diesen Abschluss viel eingesetzt, ihre Arbeitsstelle gekündigt und sich in das „Abenteuer Schule“ gestürzt. In nur 8 Monaten sollte das beachtliche Pensum bewältigt werden und nun sind sie erst einmal, wie alle anderen Schüler auf sich selbst gestellt. Schüler wie Lehrkräfte mussten in dieser Woche erst einmal ihre eigene Arbeitsweise finden. Wie gut das gelungen ist, zeigen die Einzelberichte aus den verschiedenen Schularten.

Lukas Kraus (TG12)

Sebastian Schwarz (TG12)

Melanie Armbruster (SG12)

Luisa Bonath (SG12)

Ann-Christin Hubrich (SG12)

Paula Müller (SG13)

Dilara Schuler (SG13)

Jasmin Streif (SG13)

Anja Kappus (1BKFHW)

Marco Armbruster (1BKFHT)

Klasse 12, Technisches Gymnasium

Lukas Kraus

Die Situation hier Zuhause ist schon etwas komisch. Doch nach den anfänglichen Problemen mit den Lernnetzwerken hat sich eine gewisse Routine eingestellt. In den meisten Fächern bekommen wir unsere Arbeitsaufträge häppchenweise, was ich durchaus gut finde, da dann nicht gleich die komplette Motivation genommen wird.
Ganz anders ist es in den Fächern, in welchen man am letzten Schultag den kompletten Stoff bis zu den Osterferien bekommen hat. Da ist die Motivation eher weniger vorhanden. Aber es muss ja trotzdem gemacht werden.
Gut finde ich auch, dass man sich die Arbeit einteilen und sein Tempo selbst bestimmen kann, solange man nicht zu einem bestimmten Abgabedatum abgeben muss. Das hat aber auch den Vorteil, dass man die Arbeit nicht immer nach hinten schieben kann.
Was schlecht beim Herausfinden der Arbeitsanweisungen ist, sind die verschiedenen Lernnetzwerke. Es gibt da den Kontakt per E-Mail, den Moodlezugang, und den Web-Untis-Messenger-Zugang. Wenn man nun schauen will, ob etwas Neues rausgekommen ist muss man jedes Mal alle 3 Quellen durchsuchen. Sich auf eine Quelle zu einigen wäre für alle schneller und leichter.
Außerdem finde ich es ohne den Unterricht schwerer, sich durch die Aufgaben zu arbeiten. Bei Problemen oder Fragen kann man sich zwar an die Lehrer per E-Mail wenden. Dies dauert aber länger, als mit einem Handzeichen im Unterricht.
Alles in allem kann man sagen, dass es anstrengender ist, als im Unterricht. Man hat aber in der momentanen Situation keine andere Wahl und muss irgendwie damit klarkommen.

 

Sebastian Schwarz

Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen. - Der Begriff "Home Office" bekommt nun die Aufmerksamkeit, die er eigentlich auch verdient hat. Ich habe vor der aktuellen Situation das ganze Arbeiten am eigenen Schreibtisch auf die leichte Schulter genommen. Allerdings ist es nicht ganz so einfach, wie man sich das vielleicht ausmalen mag. Ich habe die Erkenntnis gewonnen, dass ohne eine konkrete Struktur nichts funktioniert. Man muss sich die Arbeit genauestens über den Tag oder die Tage einteilen, damit man seinem Zeitplan auch gerecht wird. Das wiederrum ist einer der Vorteile des "Home-Office". Die Zeit. Man kann sich die Arbeit selbstständig einteilen und vielleicht lernt der oder die eine gerne morgens, der andere lieber erst am Mittag nach einer selbst eingeplanten Pause. Kommen während der Arbeit Fragen auf, können diese in einigen Fächern einfach, schnell und selbstständig mithilfe des Internets beantwortet werden. Dabei herrscht bei dem Arbeiten immer Ruhe und infolgedessen arbeite ich zumindest auch konzentrierter.
Andererseits muss man sich aber auch zuerst einmal in die neue Situation einarbeiten. Es ist doch ein enormer Unterschied vorhanden zwischen dem Lernen in der Schule und dem lockeren Lernen zu Hause. Durch die vielen verschiedenen Wege der Materialübermittlung der Lehrer an uns Schüler ist viel Aufwand nötig, um dann letzten Endes die Aufgaben bearbeiten zu können. Zudem ist in meinen Augen zu Hause die Ablenkung ein großer Nachteil. Liegt das Smartphone neben dem Arbeitsblatt pausiert die Konzentration bei jeder Benachrichtigung kurzzeitig. Das wirkt sich dann dementsprechend auf die Effektivität der Arbeitszeit aus.
Als Motivation sehe ich, dass ich meinen Tag selbst gestalten kann. Das Ausschlafen trägt meiner Meinung nach schon einen wesentlichen Teil zur Motivation bei. Außerdem habe ich ein Paket, das ich abarbeiten muss, das vergleiche ich mit einer Autofahrt oder einem Training im Sport. Man hat ein Ziel vor Augen und möchte dieses auch erreichen. Als letztes würde ich behaupten, dass der Griff zu einem motivierenden Schokoriegel oder ähnlichem zu Hause auch deutlich einfacher ist. Auf die Frage, welche Fächer gut oder weniger gut zu bearbeiten sind, würde ich konkret antworten, dass es ähnlich wie in der "normalen" Schulzeit ist. Schulfächer, die einem leichter fallen, gehen prinzipiell deutlich einfacher von der Hand. In meinem Fall finde ich Mathe und Technik ein bisschen problematisch, da dort das Hauptaugenmerk auf dem Rechenweg liegt und es oftmals mehrere Lösungswege gibt. Es kostet somit Zeit und Nerven, sich durchzuarbeiten anstatt, wie in der Schule üblich, kurz den Lehrer zu rufen und mit dem richtigen Tipp binnen wenigen Minuten die Aufgabe lösen zu können.
Abschließend auch mal ein Dankeschön an die Lehrer, die versuchen, das Home-Office abwechslungsreich mit Videos oder bunten Arbeitsblättern zu gestalten, damit nicht nur stumpf gelesen und aufgeschrieben werden muss (das "klassische" Lernen eben).

 

Klasse 12 Sozialwissenschaftliches Gymnasium

Melanie Armbruster

Seit Montag befinden wir Schüler uns im „Home Office“ und müssen unseren Schulstoff zu Hause bearbeiten.
Am Anfang der Woche lege ich meinen Arbeitsplan für die kommenden Tage fest und versuche mich an diesen zu halten.
Mit der Motivation habe ich bis jetzt keine Probleme, da ich weiß, dass nach den Ferien kaum Zeit für Wiederholungen sein wird.
Ich hoffe, dass wir nach den Ferien in der Schule nicht mit weiteren Aufgaben und vor allem Klassenarbeiten erschlagen werden.

Luisa Bonath

Die erste Woche der Schulschließung war sehr seltsam. Anfangs hatte man das Gefühl es wären Ferien. Da auch sehr schönes Wetter war, fiel es mir zum Teil schwer mich für die Aufgaben zu motivieren. Die ersten Tage gab es Probleme mit den Portalen, über die uns Aufgaben von den Lehrern zugeschickt wurden. Mit der Zeit spielte sich aber alles gut ein. Da meine Schwester diese Woche auch im Homeoffice arbeitete, fiel es mir nicht ganz so schwer mich schon morgens zur gewohnten Schulzeit an die Aufgaben zu setzten. Zusammenfassend ist es eine interessante Erfahrung sich die Zeit und somit die Aufgaben selbst einteilen zu können. Mit unseren Lehrern können wir jederzeit in Kontakt treten und über WhatsApp tauschen wir uns auch des öfteren in unserer Klassengruppe aus. So werden wir die Coronazeit mit Sicherheit gut überstehen.

Ann-Christin Hubrich

Seit Anfang dieser Woche müssen wir Unterricht zu Hause machen und uns neue Themen selbst erarbeiten. Es ist eine neue Situation, die mir in diesen ganzen 12 Jahren, die ich jetzt in die Schule gehe, noch nie vorgekommen ist. Es ist komisch schon Mitte bzw. Ende März fünf Wochen frei zu haben und jeden Tag von den Lehrern E-Mails zu bekommen was zu machen ist, weil eigentlich ja ein normaler Schultag ist bzw. wäre.
Es ist ehrlich gesagt jeden Tag eine kleine Überwindung sich hinzusetzen und mit sich selbst Unterricht zu machen, jedoch kommt die Motivation nachdem man länger schlafen konnte, einen Kaffee neben sich stehen hat und frei entscheiden kann auf welches Fach man gerade Lust hat. Um nicht komplett in Panik zu verfallen mit den ganzen Aufgaben und Mails habe ich mir zum Beispiel vorgenommen jeden Tag in dem Fach etwas zu machen, welches ich eigentlich hätte. Meine Zeiten sind meistens am Vormittag, weil man dort am besten ausgeruht ist, um etwas zu erarbeiten. Man sollte sich zudem im Klaren sein, dass es nach den Osterferien wahrscheinlich wieder genauso weitergehen wird.

 

Klasse 13, Sozialwissenschaftliches Gymnasium

Paula Müller

Ich bin Abiturientin in Zeiten der Coronapandemie. Es ist kein Geheimnis, dass die derzeitige Situation uns allen zu schaffen macht. Anfangs war ich noch zwiegespalten, ob ich die Schulschließung gut oder schlecht finden soll. Nach der ersten Woche kann ich sagen, dass es eine Sache meiner eigenen Organisation und Motivation ist. Dabei erhalten wir auch Unterstützung von unserer Schule. Wir werden reichlich versorgt mit Materialien und moralischer Unterstützung. Jedoch kommt es darauf an, ob man sich selbst den fehlenden Lernstoff aneignet oder nicht. Vor allem in Mathe finde ich es ziemlich schwer, sich den Stoff selbstständig zu erarbeiten. Trotz der Unterstützung durch meine Eltern und Lehrer bedrückt mich die Unsicherheit sehr. Viele Fragen stellen sich. Wann findet unser Abi statt? Wird unsere derzeitige Situation berücksichtigt? Werden wir einen Abiball haben? Können wir zusammen nach den Prüfungen feiern?
Auch die fehlende Freiheit erschwert ziemlich viel. Ablenkung durch Freunde oder Fitness ist auch nicht mehr möglich, was mir die Abizeit erleichtert hätte. Letztendlich hoffe ich jedoch, dass der Fluch, der die ganze Welt bedrückt, bald ein Ende hat und wir alle wieder aufatmen können. 

Dilara Schuler

Unsere Schule hat uns auf keinen Fall hängen lassen. Die Lehrer haben uns per Email mit Aufgaben versorgt und beantworten unsere Fragen innerhalb kürzester Zeit. In unserem Profilfach Pädagogik und Psychologie und im Fach Englisch funktioniert das eigenverantwortliche Lernen am besten, da wir im Voraus den Stoff und viele Aufgaben mit unserem Lehrer durchgesprochen haben und man sein Wissen jetzt nur noch vertiefen muss. Im Fach Mathematik war es bis zuletzt besonders schwer, da wir das letzte Thema, welches im Abitur abgefragt werden kann, erst kurz vor der Schulschließung besprechen konnten.
Durch den Verzicht auf Freizeitaktivitäten und die gewonnene Zeit durch die Schulschließung bleibt einem eigentlich nur noch die Vorbereitung auf das Abitur als Beschäftigung.

Jasmin Streif

Die Nachricht, dass wir vorerst keinen Unterricht mehr haben, klingt natürlich erstmal klasse - Schulfrei! Doch hinter dieser Verordnung steckt eine ganze Menge Stress …
Wir haben plötzlich unzählige Aufgaben bekommen, die wir in diesen Wochen zu machen haben: Präsentationen wurden umgewandelt in schriftliche Ausarbeitungen oder Projekte; Themen wurden genannt, die wir für die verschobenen Klassenarbeiten selbstständig erarbeiten sollen. Das alles sorgte erstmal für großes Chaos und man wusste gar nicht mehr, wo man anfangen soll.
Doch nach einigen Tagen, findet man Ordnung in diesem Chaos und versucht, irgendwie mit dieser Situation klarzukommen.
Die Nachricht, dass das Abitur verschoben wird, war alles andere als erfreulich. Klar, wir haben mehr Zeit zum Lernen, aber es verschiebt sich auch alles um Wochen nach hinten, nicht nur die Prüfungen.
Da wir uns nicht treffen sollen, müssen wir eben improvisieren. Deshalb videochatte ich mit meinen Freundinnen zum Lernen und um die Aufgaben durchzusprechen, die wir bekommen haben. Falls wir mal nicht weiterwissen, sind die Lehrer an unserer Schule jederzeit bereit uns durch E- Mails zu helfen. Wir werden zudem über jedes Update, was das Abitur betrifft, informiert.
Wir versuchen alle irgendwie mit dieser Situation klarzukommen und das Beste daraus zu machen und durch selbstständiges Lernen und Improvisation voranzukommen. Ich bin davon überzeugt, dass wir das meistern werden.
Darum bitte ich Sie, liebe Leserinnen und Leser, bleiben Sie zuhause, damit wir alle gemeinsam versuchen, die Situation einzudämmen und wir alle bald wieder ein normales Leben führen können. Ich wünsche allen anderen Abiturienten und Abschlussprüflingen viel Erfolg und Durchhaltevermögen.

 

Einjähriges Berufskolleg Fachchoschulreife, Profil Wirtschaft

Anja Kappus

Bisher komme ich überraschend gut mit dem Lernen zu Hause zurecht. Ich habe versucht, einen möglichst strukturierten Alltag beizubehalten, um diszipliniert und motiviert zu bleiben. Dafür habe ich mir einen Arbeitsplan erstellt und aufgeteilt, wann ich was lernen will. Da ich morgens immer am produktivsten bin, stehe ich zur gleichen Zeit wie sonst auf. Morgens arbeite ich an meiner Projektarbeit, die ich in zwei Wochen abgeben muss und die deshalb gerade Priorität hat. Anschließend mache ich Mittagspause und danach setze ich mich an die Aufgaben der einzelnen Fächer. Abends mache ich meistens noch Sport, um den Kopf frei zu bekommen.
In meinem Profilfach Wirtschaft habe ich bisher keine Probleme, weil hier die Situation noch am „schulähnlichsten“ ist. Wir haben PowerPoint-Folien zur Verfügung gestellt bekommen, die die Tafelanschriebe ersetzen sollen und wir kommunizieren mit unserem Lehrer über „Microsoft Teams“. In Deutsch und Englisch komme ich ebenfalls gut klar, weil ich dort keine Verständnisprobleme habe. Nur bei Mathe habe ich ein paar Bedenken, wie es auf Dauer gehen wird. Unser Lehrer hat uns per Mail ein Erklärvideo zu einer Aufgabe geschickt, mit dem ich aber sehr gut zurechtkomme.
Allgemein habe ich das Gefühl, dass die Lehrer ihr Bestes geben, damit wir so wenig wie möglich Nachteile in dieser besonderen Situation haben. Deshalb habe ich eigentlich bisher auch keine Bedenken in Bezug auf die Prüfungen. Ich bin allerdings gespannt, ob es die nächsten Wochen weiterhin so gut klappen wird. Denn ganz leicht fällt mir das eigenständige Lernen trotzdem nicht und es benötigt viel Selbstdisziplin.

 

Einjähriges Berufskolleg Fachchoschulreife, Profil Technik

Marco Armbruster

Seit Dienstag findet kein Unterricht mehr in den Schulen statt. Stattdessen wird hauptsächlich auf Online-Alternativen zurückgegriffen.
Von manchen Lehrkräften erhielten wir vor der Schulschließung noch einen Stapel Papier, andere übertragen die entsprechenden Dokumente digital, meist per Mail, und einzelne betreiben den außerordentlichen Aufwand, die Unterrichtsinhalte in Video-Form zu fassen.
Im Wesentlichen kommt man als Schüler mit der Situation ganz gut zurecht. Die benötigten Materialien stehen alle zur Verfügung und die Lehrkräfte sind bei Bedarf per Mail erreichbar.
Was mir persönlich etwas fehlt ist die Diskussion des Unterrichtstoffs mit Lehrern und Mitschülern. Die Diskussionen benötigen zwar in der Regel Zeit, die man mit dem momentanen System einsparen kann, tragen allerdings maßgeblich zum Verständnis bei. Außerdem macht das Ganze in der Gruppe meistens etwas mehr Spaß.
Natürlich wäre nun umfassenden Selbstmotivation angesagt. Für einige Fächer oder Themenbereiche fällt das recht leicht, für andere, vielleicht nicht ganz so interessante Bereiche, ist das eher etwas schwieriger. Vermutlich würde ein Zeitplan bei der Einteilung und Bearbeitung der Aufgaben helfen, so etwas wurde aber bisher noch nicht erstellt.
In Bezug auf die Prüfungen sehe ich die Situation recht gelassen. Die meisten prüfungsrelevanten Themen wurden bereits im Unterricht bearbeitet. Das Bestehen der Prüfungen sollte also ohne größere Probleme möglich sein. Allerdings wage ich einmal zu behaupten, dass die Ergebnisse eventuell nicht das gleiche Niveau erreichen werden wie wenn der Unterricht normal bis zur Prüfung stattgefunden hätte.

 

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