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Schüler des Sozialwissenschaftlichen und Technischen Gymnasiums Wolfach erhalten Preis beim Wettbewerb „Jugend forscht“

Bereits seit Jahren ist es Tradition, dass die Firma VEGA in Schiltach Schülerinnen und Schüler der Beruflichen Gymnasien in Wolfach bei der Teilnahme am Wettbewerb „Jugend forscht“ anleitet und unterstützt.

von links nach rechts: Alexander Retze, OStR; Jörg Schmieder (SG), Xaver Heymann (SG), Jakub Kuc (TG), Franziska Rauser (TG), Dr. Peter Steurer, StR (Bild: Alexander Retze)

Auch in diesem Jahr hat sich die Arbeit für alle wieder gelohnt. Zwei interessante Projekte sind entstanden und beide haben den Sprung auf das Siegertreppchen geschafft. Franziska Rauser und Jakub Kuc aus der Klasse 12 des Technischen Gymnasiums entwickelten als Projekt ein Laufband, das mit einem Barcodescanner Barcodes erkennt und so Gegenstände sortieren kann. Die Idee kam den beiden Teilnehmern im Unterricht, angeregt durch die Themenschwerpunkte Industrie 4.0 und die fortschreitende Automatisierung. Betreut wurde dieses Projekt von ihrem Fachlehrer in Elektrotechnik, Alexander Retze. Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen waren gefragt, als den beiden Teilnehmern im Laufe ihrer Arbeiten die Platine ihres Gerätes durchbrannte und alle Bauteile ausgetauscht werden mussten. Anerkennend äußerte sich auch Schulleiter Heinz Ulbrich. Er hob hervor, dass die Arbeitsbedingungen für die Teams durch die Pandemie noch erschwert worden seien und betonte: „Es freut mich sehr, dass die vier Schülerinnen und Schüler bis zur endgültigen Präsentation der Projekte durchgehalten haben.“


Das zweite Team, bestehend aus Jörg Schmieder und Xaver Heymann, kam aus der Klasse 12 des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums. Angeregt durch Modellrechnungen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, die sich auf die Sterblichkeit von Insekten durch rotierende Windräder bezogen, entstand bei ihnen die Frage, welchen Einfluss der Straßenverkehr auf das Insektensterben ausübt. Hierfür erhoben sie selbst Daten, indem sie Klebeflächen an den Stoßstangen von Autos anbrachten. Die Flecke, die während der Fahrt auftreffende Insekten verursachten, wurden anschließend ausgewertet und so die Zahl der getöteten Insekten ermittelt. Eine Hochrechnung ermöglichte Aussagen darüber, wie viele Insekten jährlich dem Straßenverkehr zum Opfer fallen. Auf diese Weise wurde ermittelt, dass pro PKW im Schnitt 1 Million Insekten jährlich vernichtet werden, was einer Menge von ca. 1 Kilogramm entspricht. Nach dieser Datenerhebung kollidieren allein in Deutschland 48,2 Billionen Fluginsekten jährlich mit PKWs und damit ca. fünfzigmal mehr als mit Windrädern.


Ein so groß angelegtes Forschungsprojekt kann ohne eine breite Unterstützung nicht durchgeführt werden. An erster Stelle stand dabei ihr Physiklehrer Dr. Peter Steurer, der die Arbeit begleitete und betreute. Jedoch waren bei der Datenerhebung auch Mitschüler und sogar Eltern im Einsatz und nahmen in Kauf, dass sie ihr Autos während der Testphase nicht waschen konnten. Umso größer ist die Freude, dass Joerg Schmieder und Xaver Heymann neben der Drittplatzierung in Umwelttechnik bei „Jugend forscht“ auch noch einen Sonderpreis in Biologie verliehen bekamen.

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