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Qualitätsmanagement an den Beruflichen Schulen Wolfach

Aktuelle Zielvereinbarung zwischen Schule und Schulverwaltung unterzeichnet

V.l.n.r.: Martina Eichner, Wolfgang Schmid, Martin Müller, Heinz Ulbrich, Claudia Cassiani, Pascal Rosen (Bild: Alexander Haas)

Martin Müller, Referatsleiter Berufliche Schulen am Regierungspräsidium Freiburg, und Claudia Cassiani, Sprengelreferentin für den Ortenaukreis, besuchten die Beruflichen Schulen Wolfach zur beiderseitigen Unterzeichnung einer aktuellen Zielvereinbarung im Bereich Qualitätsentwicklung vor Ort.

Bereits vor der Jahrtausendwende begann in Baden-Württemberg sukzessive der OES-Prozess (Operativ Eigenständige Schulen), in dem Schulleitungen und Lehrerkollegien gemeinsam überlegten, welche Möglichkeiten zur Qualitätsverbesserung sich an der jeweiligen Schule bieten. In ganz unterschiedlichen Bereichen wurde jahrelang an unzähligen Projekten zur Verbesserung der Unterrichtsqualität, aber auch zur reibungslosen Gestaltung schulinterner Verwaltungsabläufe oder an der Einführung diverser Feedback- und Evaluationsinstrumente gearbeitet. Erprobte und seitens der Schule sowie der vorgesetzten Dienstbehörde für gut befundene Projekte wurden im Anschluss dauerhaft in den Schulalltag übernommen. Ziel war und ist eine eigenständige und weitgehend selbst gesteuerte Qualitätsoptimierung der einzelnen Schulen vor Ort.

Aber damit sind die Bemühungen nicht vorbei: Es gibt an den Schulen eigens ins Leben gerufene Steuergruppen, in denen sich neben dem Schulleiter Vertreter des Lehrerkollegiums mit dem Qualitätsmanagement an der eigenen Schule beschäftigen. Die Arbeit in der Steuergruppe wird von Pascal Rosen als QM-Koordinator geleitet (siehe Bild).

Die fortlaufenden „Verbesserungsmaßnahmen“ müssen dokumentiert und konkrete weiterführende Ziele formuliert werden, sodass die Vertreter des Regierungspräsidiums sich bei regelmäßig stattfindenden Bilanzgesprächen einen klaren Eindruck von den Fortschritten an der Schule verschaffen können und wissen, was weiterhin ansteht. Die ordentliche Dokumentation, so Schulleiter Heinz Ulbrich, ist jedoch auch für die Arbeit vor Ort von zentraler Bedeutung, da die Entwicklungsprozesse oft schuljahresübergreifend laufen und nur so ein Überblick und eine klare Struktur gewahrt werden können. Dabei gehe es nicht nur um riesige, augenfällige Veränderungen. Auch kleinere oder langsamere Entwicklungsprozesse tragen zu einer nachhaltigen Verbesserung des Arbeitens und Lernens an der Schule bei.

Die Dokumentation der Projektergebnisse, das sogenannte QM-Handbuch (Qualitätsmanagementhandbuch) enthält zahlreiche für den Schulalltag wichtige Informationen, sodass es den Lehrerinnen und Lehrern den Arbeitsalltag in praktischer Form erleichtert – nicht nur solchen, die neu an die Schule kommen und dort nachlesen können, wer hier für welchen Verantwortungsbereich zuständig ist. Auch Vorschriften, Abläufe oder Formulare, welche man sonst immer wieder individuell zusammensuchen müsste, sind hier übersichtlich und zentral abgelegt. Und davon gibt es an einem Berufsschulzentrum mit acht unterschiedlichen Schularten nicht gerade wenig.

Ein zentrales Anliegen der Beruflichen Schulen Wolfach im Bereich Qualitätsmanagement ist z.B. das verbindlich eingeführte Individualfeedback. In jedem Halbjahr wird in mehreren, wechselnden Fächern in allen Klassen und von allen Lehrkräften ein Feedback eingeholt, damit die Lehr- und Lernbedingungen gezielt entsprechend dem Bedarf der Schülerinnen und Schüler optimiert werden können. Relativ zu Beginn des OES-Prozesses überlegten die einzelnen Schulen, woran sie sich messen lassen möchten und wie sie ihre Arbeit definieren. Hierzu wurde ein sogenanntes Schulleitbild formuliert. Das Leitbild der Beruflichen Schulen Wolfach besteht aus vier zentralen Punkten: „Das Lernen und die persönliche Entwicklung stehen an unserer Schule im Mittelpunkt. Engagement und Leistung werden anerkannt und gefördert. Eine offene Kommunikation aller am Schulleben Beteiligten schafft Transparenz. Alle haben eine Vorbildfunktion und richten ihr Verhalten danach aus.“

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