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Presse

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Bau eines Druckluftmotors am Technischen Gymnasium Wolfach

Noch rechtzeitig zum Schuljahresabschluss wurde am vergangenen Freitag der Druckluftmotor der Klasse TG 12 der Beruflichen Schulen Wolfach fertiggestellt.

Ein guter Grund stolz zu sein ist für Franziska Rauser (links), Anne Dieterle, Juliane Wild, Elias Bachlmayr, Max Börsig, Kevin Morawez, Tom Rauber und Niklas Efinger mit ihrem Fachlehrer Christoph Isenmann (links) die Fertigstellung ihres Druckluftmotors. (Foto: Dr. Hannelore Zimmermann)

Unter dem Motto „Wir bringen Stahl in Form“ präsentierten die drei Schülerinnen und 5 Schüler ihr Projekt aus dem Wahlfach Fertigungstechnik. Anwesend waren die Stellvertretende Schulleiterin Michaela Rieger-Motzer, Abteilungsleiterin Barbara Baumann, verschiedene Fachlehrer und ihre Klassenkameraden.

Entstanden war die Projektidee aus dem Wunsch der Schülerinnen und Schüler, die theoretischen Kenntnisse und Grundlagen der Metalltechnik, die im ersten Halbjahr erworben wurden, auch einmal praktisch zur Anwendung bringen zu können. Beim Fachlehrer Christoph Isenmann fiel dieser Wunsch auf fruchtbaren Boden, obwohl es für ihn und seine Kollegen erheblichen Mehraufwand darstellte.

Am Anfang der Produktion standen für die Klasse das Anfertigen der CAD-Zeichnungen, die Auswahl der Fertigungsmaterialen, die Planung der Arbeitsabläufe und die Materialbeschaffung, sowie das Erstellen der Arbeitspläne mit entsprechenden Schnittdaten. Die erste Entscheidung war, die Grundplatte aus Holz herzustellen. Dies brachte nicht nur eine erhebliche Reduktion des Gesamtgewichts, sondern es wurde auch das Hindernis der momentanen langen Lieferzeiten umgangen. Die Fertigung der einzelnen Bauteile wurde unter den Schülerinnen und Schülern aufgeteilt. In einer Powerpoint-Präsentation zeigte die Gruppe die Fertigung von Motorgehäuse mit Befestigungsbügel, Welle, Schwungrad, Kurbelscheibe, Kolben, Pleuelstange, Zylinderdeckel, Kurbelzapfen und Drosselschraube und erläuterte den Fertigungsprozess mit seinen Schwierigkeiten und den Entscheidungen, die dabei getroffen werden mussten.

Am Ende des Projekts konnte die Gruppe auf stolze 50 Stunden Fertigungszeit zurückblicken, während der teilweise in drei Werkstätten gleichzeitig gearbeitet wurde. Fachlehrer Christoph Isenmann bedankte sich dabei auch bei seinen Kollegen, die ihn bei der notwenigen Aufsicht dieses Großprojekts unterstützt haben.

Die Präsentation der Schülergruppe schloss mit einem Dank an die Schulleitung, die dieses Projekt ermöglicht hatte und ebenfalls an die betreuenden Lehrer. In der folgenden Fragerunde erläuterten die Schülerinnen und Schüler dann noch, welche Verbesserungsmöglichkeiten ihnen im Laufe des Projekts eingefallen waren.

Dass diese Arbeit, die sich grundlegend vom sonstigen eher theoretischen Unterricht abhob, sehr viel Spaß gemacht hatte, betonte Christoph Isenmann. Er schilderte, wie die Gruppe während der Arbeit keinen Pausengong mehr gehört, das Essen vergessen und den Bus verpasst habe, weil sie so in ihre Arbeit vertieft waren. Alle seien bei Bedarf früher gekommen und länger geblieben. Für ein eventuelles späteres Studium sei diese praktische Tätigkeit eine unverzichtbare Erfahrung, so Isenmann.

Die Präsentation endete selbstverständlich mit einer Vorführung des Motors der 28,5 kg schwer ist und seine Kraft aus beachtlichen 180 ccm Hubraum gewinnt. Die Projektarbeit wird künftig in einem Schaukasten der Schule für nachfolgende TG-Schülerinnen und Schüler als Anregung für ähnliche Projekte zu sehen sein.

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